Der FC Rotkreuz wurde 1958 auf Initiative des heutigen Ehrenpräsidenten Albert Stöckli gegründet. Obwohl das erste Spiel der Vereinsgeschichte gegen den FC Perlen verloren ging, stieg man bereits im dritten Vereinsjahr in die 3. Liga auf. In dieser Liga spielte die 1. Mannschaft bislang die meiste Zeit. Abstiege in die 4. Liga – und entsprechende Wiederaufstiege – waren jedoch nicht selten. Der Verein wuchs seit seiner Gründung von anfänglich 30 Mitglieder und einer Mannschaft auf heute (2022) rund 500 Mitglieder und 25 Mannschaften. Der Mitgliederbeitrag für Aktive erhöhte sich in dieser Zeit von CHF 12 auf CHF 430, wobei früher teilweise zusätzliche Gebühren für die Tenuereinigung (1963 waren es CHF 0.50 pro Spiel) bezahlt oder Stulpen und Hosen (1967) selber gekauft werden mussten.

Rückblickend gab es viele Höhepunkte. Ein für den weiteren Verlauf entscheidender Moment war, als wir zu Beginn der 1960er Jahre einen Fussballplatz am hervorragenden Standort an der Buonaserstrasse erhielten, der sich über den Bau zweiten Spielfeldes (1990), des Sportparkes (2001) und des Kunstrasenplatzes (2018) stetig weiterentwickelt hat. Dass 240 Mannschaften im Jahr 1976 an unserem Dorfturnier teilgenommen haben, hat uns sehr gefreut. Weiter hatten und haben wir viel Freude an den vielen Fasnachtsumzügen, den Gründungen der Gönnervereine Supportervereinigung (1982), Club444 (2002) und Club2000 (2022) sowie an der ersten Publikation des Vereinsheftes FCR News 1979, die 2022 zum fünfzigsten Mal erschien - mittlerweile mit dem Titel FCR Freistoss. Weiter bleibt uns die Teilnahme unserer B Junioren am DANA-Cup 1994, dem damals grössten Juniorenturnier der Welt, in guter Erinnerung. Schliesslich sind wir auf die Profikarrieren unserer ehemaligen Junioren – wie z.B. Maurizio Melina, Selver Hodzic oder Lorik Emini – besonders stolz.

Der Verein entwickelte sich aber nicht immer geradlinig. Mehrmals war der Vorstand gesamthaft vakant oder in wichtigen Funktionen nur spärlich besetzt (z.B. 1964, 1970, 1991, 1997 und insbesondere 2005 als der Verein „in einem desolaten Zustand“ war). 1988 musste nach «unerfreulichen Vorkommnissen» die ganze 1. Mannschaft ersetzt werden, welche danach abstieg. 1993 gingen „auf unerklärliche Weise“ die Spielerpässe aller Veteranen verloren. Schliesslich haben auch externe Faktoren das Vereinsleben schwer gemacht. So z.B. der eiskalte Winter 1963 oder die Covid-19-Pandemie zu Beginn der 2020er Jahre.

Erfreulich ist, dass auf solche Tiefpunkte immer wieder zuversichtliche Episoden folgten. Beispielsweise übernahm 1971 Otmar Haslimann im Alter von 22 Jahren das vakante Präsidium und führte zusammen mit seinen mehrheitlich gleichaltrigen Vorstandskollegen den FC Rotkreuz in seine erfolgreichen 1970er Jahre. Oder als die 1. Mannschaft 2006 erstmals die Aufstiegsspiele in die 2. Liga Regional unter dem Trainer Oliver Camenzind und Präsident Roberto Masciarelli erreicht hat – nachdem der Verein ein Jahr zuvor vor der Auflösung stand (siehe oben).

Und in letzter Zeit? Da ging es sportlich rasch bergauf. In der Zeit von 2017 bis 2022 und dem Engagement von René von Euw stieg die 1. Mannschaft von der 3. Liga in die 1. Liga Classic auf, gewann erstmals den IFV-Cup und nahm erstmals am Schweizer Cup teil.

weitere Infos auf der Webseite: https://fcrotkreuz.ch/public/document/download/67511